Vom 05. Februar bis zum 31. Mai 2026 zeigt das Küstenmuseum Wilhelmshaven die Sonderausstellung „Zeichne, was Du siehst. Kinderzeichnungen aus Theresienstadt“. Präsentiert werden Zeichnungen der tschechischen Künstlerin Helga Weissová, die 1941 im Alter von zwölf Jahren in das Ghetto Theresienstadt deportiert wurde.
Schülerinnen des Seminarfachs des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven unter Leitung von Dr. Wiebke Endres kuratierten gemeinsam mit dem Küstenmuseum die Präsentation und entwickelten ein Rahmenprogramm, darunter eine Lesung des Autoren Reiner Engelmann am 13.02.2026, Führungen und eine Exkursion nach Theresienstadt.
Als Weissová 1941 nach Theresienstadt kam, ermutigte ihr Vater sie: „Zeichne, was Du siehst!“ – Grundlage eines einzigartigen visuellen Zeugnisses. Ihre Zeichnungen dokumentieren Alltag, Zwang und Hoffnung im Ghetto und zählen zu den wenigen erhaltenen Bildquellen dieser Zeit. Viele Werke blieben jahrzehntelang unter Verschluss und wurden erst später von der Künstlerin freigegeben.
Helga Weissová-Hošková (geb. 1929) wurde anschließend an Theresienstadt nach Auschwitz, Freiberg und Mauthausen deportiert. Nach der Befreiung studierte sie in Prag Kunst und ist heute international als Künstlerin anerkannt.
Präsentiert werden originalgetreue Drucke der Zeichnungen aus dem Wallstein-Bildband „Zeichne, was Du siehst“.
